Amateurfunk

Man benötigt sicherlich mehr als nur ein paar Zeilen um erschöpfend über Amateurfunk zu berichten, und der geneigte Leser wird auch nicht viel Zeit haben. Daher folgt hier zumindest eine kurze Zusammenfassung. Falls Sie aber selber Funkamatuer sind, dann werden Sie sicher direkt zu den mehr technischen Details gehen wollen. Vielleicht wollen Sie auch direkt zu unserer Amateurfunk Software Download Seite gehen.

Drahtlose Kommunikation begann im Jahre 1888, als Heinrich Hertz, Professor für Physik and der Technischen Universität Karlsruhe nachwies, dass sich bestimmte elektrische Ereignisse wellenförmig ausbreiten, mit allen Eigenschaften, die auch das Licht aufweist. Dies war theoretisch schon von James Clerk Maxwell vorhergesagt worden. Schon kurze Zeit später nur, in 1895, benutzte Guglielmo Marconi dieses Wissen, um tatsächlich ohne jede drahtförmige Verbindung Nachrichten zu übertragen. Er tat das zuerst im Garten seiner Eltern, der Villa Grifone bei Bologna in Italien. Schließlich, am Donnerstag, dem 12. Dezember 1901, schaffte er es, drahtlos den Atlantik zwischen Cornwall und Neufundland zu überwinden. Bei seiner Arbeitsweise als Experimentator kann man ihn sicherlich als ersten Funkamateur bezeichnen.

QSL Karte von Regina, DL4OCC

Die kommerzielle Nutzung der drahtlosen Nachrichtentechnik entwickelte sich rasend schnell vom Seefunk über Nachrichtendienste, Hörrundfunk und Fernsehen bis hin zu Mobiltelefonen. Als diese Technik aber noch in den Kinderschuhen steckte, da gab es sehr schnell schon eine nennenswerte Anzahl von Amateuren, die experimentierten und die dazu benötigten Geräte selber bauten. Man sagt, dass die sogenannten Kurzwellen (der Bereich mit Frequenzen zwischen 2 und 30 MHz) ursprünglich von den kommerziellen Anwendern für nutzlos gehalten wurden. Völlig falsch! Die Amateure fanden heraus, dass man diesen Frequenzbereich sehr wohl für eine weltweite drahtlose Kommunikation verwenden kann. Am 28. November 1923 schafften es Funkamateure schließlich, den Atlantik per Kurzwelle zu überbrücken.

QSL Karte von Ernst, DJ7HS

Die kommerziellen Funkdienste legten natürlich sofort ihre Hand auf diesen Teil des elektromagnetischen Spektrums und die Funkamateure müssen sich glücklich schätzen, dass sie wenigsten einen kleinen Teil für ihre eigenen Experimente behalten durften. Es gibt sie immer noch, die Amateure und Experimentatoren, aber heute müssen sie sich einer strengen Prüfung ihrer Kenntnisse unterziehen, bevor sie eine behördlich ausgestellte Amateurfunklizenz erhalten können. Als sichtbares Kennzeichen dafür erhalten sie ein weltweit einmaliges Rufzeichen, anhand dessen jeder einzelne Funkamateur weltweit identifiziert werden kann. So ist es auch bei uns: Regina hat seit 1992 das Rufzeichen DL4OCC, während Ernst schon seit 1962 das Rufzeichen DJ7HS besitzt. Manchmal kann man uns irgendwo auf einem Kurzwellenband mit einer Sprach-Betriebsart hören, aber die meiste Zeit, die wir für unser Hobby erübrigen können, verbringen wir mit der Kommunikation per Morsetelegrafie. Wir unterrichten diese spezielle Technik in unserem lokalen Amateur Radio Club, der zum DARC, der Deutschen Amateurfunkvereinigung gehört.

Eine Erklärung noch zu den Bildern, die man auf dieser Seite sehen kann: Seit den Anfängen des Amateurfunks ist es üblich, per Post sogenannte QSL-Karten zu versenden, um damit einen drahtlosen Kontakt zu bestätigen. Diese Karten haben typischerweise zusätzlich zu den zu bestätigenden Kontaktdaten noch einige Bilder oder Grafiken, mit denen der Absender etwas über sich, seinen Wohnort oder seine Geräte aussagen kann. Natürlich werden diese Karten auch gesammelt. Die beiden Bilder oben zeigen die QSL-Karten von Regina, DL4OCC and Ernst, DJ7HS.

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Standort

Betriebsarten

Natürlich, auf Kurzwelle verwenden wir SSB-Modulation (J3E) und FM-Modulation (F3E) auf VHF/UHF, aber die eigentlich bevorzugte Betriebsart ist CW, oder korrekter ausgedrückt A1A mit dem internationalen Morsealphabet (oder continental code wie es in den USA genannt wird).

Unsere Geräte

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